Mein duales Leben

Wer schon lange an meiner Seite ist, kennt mich als die Frau, die offen und mit einer eigenen Meinung durchs Leben geht.

Während der vergangenen 3 Jahre durfte ich mich aber komplett in der großen Spanne der Dualität kennen und lieben lernen. Denn ich bin alles. Es ist alles möglich in dieser Spanne der irdischen Dualität. Und das ist durchaus spannend zu erkennen und bewusst zu erleben. Zumindest für mich.

Ja ich kenne die Angst durchaus. Oh ja! Aber ich habe keine Angst mehr vor meiner Angst. Meinen Ängsten. Dem Schmerz, der damit hoch kommt. Das ist es, warum sich so viel in mir Vergrabenes zeigte. Hoch poppte. Es war nur wichtig zu lernen, nicht alle Türen auf einmal auf zu machen.

Damit öffnete ich mich dem dualen Leben, das wir hier als Menschen auf Erden alle erleben.

Das irgendwann zu erkennen und anzunehmen, war das Wichtigste für mich. Mein größter Aha-Moment. Nicht mit dem Kopf .. denn lesen, hören und erzählen können wir viel. Wir denken und plappern viel zu viel und fühlen viel zu wenig.

Ja, sich dem Fühlen und Erleben hin zu geben ist mehr als nur intensiv. Aber genau da fangen wir an zu leben. Vorher sind wir einfach eine leere Körperhülle. Wir können nicht fliegen. Wir wünschen uns in eine Leichtigkeit und innere Balance. Dass wir fliegen könnten wie ein Vogel. Bewundern den Schmetterling, das Bienchen. Wie sie von Blüte zu Blüte flattern.

Ohne Flügel können wir aber nicht fliegen. Stellen wir uns vor .. die beiden Flügel sind die Spannen der Dualitöt. Der Polarität. Erkennen wir, dass wir uns links oder rechts auf dieser Spanne bewegenn können, erfahren wir irgendwann, dass wir genau mittig sein müssen, um fliegen zu können. Dafür brauchen wir das Gleichgewicht. Der Körper des Vogels, des Schmetterlings ist genau in der Mitte der beiden Flügel. Und sie denken natürlich nicht darüber nach zu fliegen. Sie tun es einfach.

Spannt der Schmetterling seine Flügel auf, zeigt er unsere ganze wunderschöne Pracht und wir staunen über so viel Schönheit. Wenn der Adler hoch oben am Himmel seine Runden dreht, fühlt sich das für uns so mächtig an.

Dabei sind sie einfach. In sich zentriert und heben ab.

Wenn wir verstehen, dass wir uns bewusst auf dieser Spanne hin und her bewegen können. Auf der Spanne der Dualität .. der Polaritäten in uns, eröffnet sich für uns die ganze Welt .. das ganze Universum .. die ganzen Universen bis hoch in den Himmel. Getragen hier von Mutter Erde. Ein wundervoller Gedanke. Ein wunderschönes Bild, nicht wahr?

Ich lebte mein Leben in den Extremen dieser Dualität. Jeder tut das auf seine Art und Weise. Weil es so ist hier auf Erden. Hier auf der Erde im 3D Bewusstsein. Aber wir können uns erheben.

Ich lebte schon immer voll emotional. Das war ich mir nicht mal bewusst. Ich fühlte mit den Menschen um mich herum mit. Weinte, wenn sie weinten. Lachte, wenn sie lachten. War wütend, wenn sie wütend waren. War traurig, wenn sie traurig waren. Und und und.
Dabei glaubte ich, ich selbst bin das alles. Lebte dieses Extrem der Dualitöt, der Polarität voll aus. Viele Emotionen können toll sein, aber auch überfordernd. Aber irgendwie immer im Extremen. Ich war komplett offen allem gegenüber. Da lädt man dann auch alles ein zu sich.

Auf der anderen Seite der kompletten Emotionalitöt stehen die tiefsten Ängste mit der Abspaltung. Dissoziation. So schlimm, dass es weg gepackt wurde. Irgendwann. Das entdeckte ich mit meinem Re-Trauma. Deshalb bin ich so dankbar für die Erfahrung. Auch wenn es echt hart war.

So viel Angst und Schmerz, der nur darauf wartete, sich zu zu zeigen. Auch hier war nicht nur meine eigene Angst, mein eigener Schmerz. Auch da schlummern Ängste, die nicht meine sind.

Ein echter WOW-Moment, dies im Herzen zu erkennen. Das eröffnete alles.

Mit diesen Erkenntnissen, die über mein Herz in meinen Verstand gewandert sind, hab ich mich auf den Weg gemacht, in mir Ordnung zu schaffen. Wandelte auf der Spanne meiner dualen Flügel hin und her. Kostete die ganzen göttlichen Aspekte meiner Polarität.

Ich selbst habe das in der Hand. Es war nur wichtig das richtige Handwerkszeug für mich zu finden, um mich halten zu können. Wo ist es am ruhigsten? Klar, in der Mitte. Dann balancieren wir über alles hinweg.

Ob das anstrengend ist? Natürlich! Aber es wird immer leichter. Eine Seiltänzerin schwebt auch irgendwann über ihr Seil. Leicht wie eine Feder und sieht dabei auch noch wunderschön aus.

Also, wir selbst entscheiden, wo wir uns auf der Spanne unserer beiden Flügel befinden. Kein Platz ist falsch oder richtig. Es gibt viele Abstufungen der dualen Welt. Es sind nicht immer die Extremen. Aber nur in der Mitte zu stehen, schenkt uns die Chance zu fliegen.

Ein kleines Vögelchen kann sein Nest irgendwann nur verlassen, wenn es mutig genug ist, beide Flügel aufzuspannen um los zu fliegen. Auch das kleine Vögelchen segelt anfangs mal nach unten ab und tut sich vielleicht auch weh. Aber so what? Weiter machen! Es will ja fliegen lernen.

Schreibe einen Kommentar