Im Ozean der Gefühle

Es ist wichtig zu lernen, Emotionen durchfließen zu lassen. Diese nicht festzuhalten. In Gedanken. Mit Worten oder Taten.

Oft neigen wir auch dazu, uns in diesen Emotionen zu suhlen.

Ja, es ist schon wichtig eine Emotion wahr zu nehmen. Vielleicht auch liebend in unseren Armen zu halten. Das auch, um zu verstehen.

Das Herz kann sich mir unserem Geist .. unserem Verstand verbinden, damit wir verstehen können, was uns schmerzt, uns ängstigt, uns behindert. Um verstehen zu können, woher all das kommt. Was der Auslöser dafür ist.

Eine Emotion, einen Schmerz, eine Angst wirklich zu fühlen, ist, als würden wir in die Tiefen des Meeres eintauchen. Immer tiefer und tiefer. Es kann durchaus spannend sein, welches Leben dort unten zu finden ist. Doch müssen wir irgendwann wieder auftauchen, um Luft zu holen. 

Ich persönlich kann das gut .. Luft holen und tief hinab tauchen auf den Meeresgrund. Ins Dunkel des Ozeans. Ich finde es dort wirklich sehr spannend zu entdecken. Aber ich durfte lernen, den richtigen Zeitpunkt zu finden, wieder an die Wasseroberfläche zu gelangen.

Und wie gesagt, oft ist es wichtig, um verstehen zu können. Damit los gelassen werden kann. Doch ist es manchmal auch so, dass wir uns einfach auf dem Rücken auf der Oberfläche des Meeres treiben lassen können. Dann schaukelt es den Schmerz, die Angst aus uns heraus. 

Dabei blicken wir gen Himmel und beobachten das wunderschöne Wolkenspiel. Nicht immer tobt um uns herum das schlechte Wetter. Das kann sogar gut tun. Das Plätschern im Ohr. Den Blick gen Himmel. Die Sonne kitzelt unsere Nasenspitze. Dabei die Emotionen mit dem leichten Wellengang weg atmen. Egal ob wir vorher tief abgetaucht sind, oder dies einfach auch sein lassen wollten und können. Nicht alles muss mit unserem Verstand aufgenommen werden.

Emotionen abgeatmet .. wie Muscheln, die dann von alleine den Meeresgrund finden .. unbeschadet dort ankommen und liegen bleiben. Einfach so.

Und unsere Tränen werden eins mit dem Meer.

Manche fürchten sich vor den Tiefen des dunklen Ozean. Allein der Gedanke macht ihnen Angst. 

Das darf auch jeder für sich entscheiden. Auch ob wir dort hinab tauchen wollen.

Also lassen wir uns nicht sagen, dass es gefährlich ist, auf den dunklen Meeresgrund abzutauchen. Aber lernen wir, wann der Moment gekommen ist, besser wieder aufzutauchen. Bevor die Luft knapp wird. Auch das Abtauchen und Auftauchen im richtigen Tempo ist wichtig, um keinen Schaden davon zu tragen. Alles ganz bewusst. In diesen Momenten und Zeiten den Fokus auf uns selbst zu setzen, um im richtigen Moment wieder zu unserem Atem zu finden. Im Ozean der Gefühle.

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