Die Schuld .. (M)ein heutiger sehr wunder Moment .. 

.. den ich teilen möchte.

Schon gestern Abend bereitete sich etwas vor .. die Schuld kam vorbei. Die Schuld, die nicht mehr sein möchte. Sich aus meinen Zellen verflüchtigen will. Eigentlich war sie mir nicht bewusst. Nicht in diesem Ausmaß, wie sie sich dann zeigte. Ich sie dann in meinen Armen wiegen durfte .. hin und her.

Die Schuld kam mit meiner lieben Omi, die nicht mehr hier auf Erden ist. Wie ein flüchtiger zuckersüßer Kuss, der aber sehr deutlich zu fühlen war. 

In dem Moment wünschte ich, ich wäre mehr für sie da gewesen, hätte mehr mit ihr unternommen. Sie war eine so liebevolle, so weiche und warmherzige Person. Omi .. ich hab dich sooo lieb. So schön, dass du mir immer wieder so nahe kommst.

Heute Morgen wachte ich mit einem Gedanken der Schuld auf. Ein wichtiger Impuls .. das war sofort mir klar .. aber noch wusste ich nicht was es bedeuten könnte.

Ich war heute im echten Tatendrang .. räumte rum und aus. Die Unruhe kam am Abend. Obwohl mir nach Ruhe war. „Ok .. noch einen alten Ordner aussortieren ..“

Alte Arztberichte von meiner Mama .. mit ihrem letzten .. als sie nach einer jahrelangen schweren Krankheit im Krankenhaus endlich eingeschlafen ist. Ich wusste nicht mehr, dass ihr Herz entschieden hat, aufzuhören zu schlagen. Ihre Zeit auf Erden war getan. Auch hier mein Gedanke .. heute würde ich alles anders machen .. wäre ich nur mehr für sie da gewesen. 

Auch von meinem Neffen hielt ich etwas in den Händen .. auch hier die Schuld .. mich in seinen jungen Jahren nicht genug für ihn eingesetzt zu haben. „Heute würde ich es anders machen!“

Berichte von meinem Suizidversuch .. mit dem Schuldgefühl, nicht genug für meinen Ex gegeben zu haben .. dann allerdings das große Schuldgefühl „Ich habe nicht gut für mich selbst gesorgt! .. So lange Zeit!“

Meine verstorbene Mama kam mir mal wieder so nah .. umarmte mich mit ihren flügelgleichen Armen. Küsste mir mein Haupt.

Ein kurzer Moment, der mich übermannte. Ich weinte .. holte mich wieder in den Moment. Fing mich .. holte tief Luft und ging achtsam und bewusst in den Schmerz. Der Schuld. Sie führte mich noch weiter zurück. In meine früheste Kindheit. 

Das große Schuldgefühl, dass ich selbst verantwortlich war, dass mir schlimme Dinge angetan wurden. Schuld, dass sich mein Vater schlecht fühlte .. mein Großvater, meine Mutter, meine Großmutter .. Ja, all diese Schuld zeigte sich mir auch ..

Weiter in meinen Ahnenlinien .. Schuld .. so viel Schuld! 

Fühlte in meine früheren Leben .. Schuld. Schuld, versagt zu haben .. als Mutter .. als Heilerin .. 

Schuld darüber, anderen Leid zugefügt zu haben. 

So groß das Schuldgefühl, anderen nicht all das Leid abnehmen zu können .. 

Wie viel Schuld kann man nur in sich tragen? 

Schuldgefühle, dass ich zu viel getan habe .. zu viel gebe ..

Schuldgefühle, dass ich zu wenig getan habe .. zu wenig gebe .. 

Und wieder ist es da .. das Bild des Ungleichgewichts .. der Dualität .. der Polaritäten. Das nötig ist, um zu erfahren. Zu lernen.

Die Schuld hat sich plötzlich gezeigt und floss durch all meine Energie-Körper .. meine Energie-Bahnen. Schmerz auf allen Ebenen, die ich wahr nehmen konnte. Atmen. Musik im Ohr. Tröstende Küsse meiner kleinen Hündin.

Nun schreibe ich diese Zeilen und spüre .. ja, das ist heilsam für mich. Holt mich weiter in den jetzigen Moment. In meine Mitte. Nun lächle ich und bin dankbar. Über mir die lächelnden Gesichter meiner Mutter und meiner Omi .. und da sind noch mehr meiner Ahnen .. meiner Vorfahren.

Wir können die Zeit nicht mehr zurück drehen. Was war, das war .. und nun ist, was ist. Wir dürfen das verabschieden. Niemand kann uns eine Schuld überstülpen. Das können wir nur selbst. Jeder von uns gibt IMMER das Beste, was er kann. Wie wenig es auch erscheinen mag. Es ist IMMER das Beste, was wir in jedem jeweiligen Moment tun können. 

Das was wir allerdings können .. wir können (daraus) lernen. Aber eine Schuld gibt es nicht. Die Zuweisung dessen unserer Selbst, zieht uns in die Tiefen der Schwingungen. Im jetzigen Bewusstsein einfach loslassen. Den Besuch der schmerzhaften Schuld zulassen und loslassen. Der tiefsitzende Schmerz geht und wir können uns wieder ein Stückchen weiter in der Leichtigkeit erheben. Ein wundervolles Gefühl. Ich tanze …

Schnappe mir nun meine Timba und geh noch eine schöne Runde am Lech .. die Luft ist heute viel klarer als die vergangene Zeit. Herrlich.

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